Blutbad bei Ikea

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 08/06 vom 22.02.2006

THEATER Denksport und Musik: Friederike Heller inszeniert im Kasino Martin Crimps unheimliches Drama "Weniger Notfälle".

Martin Crimp ist ein Hund. Die Stücke des englischen Dramatikers ("Auf dem Land") sehen oft ganz harmlos aus. Auf den ersten Blick denkt man: well-made play. Auf den zweiten Blick kommen die ersten Fragezeichen. Und je genauer man hinsieht, desto komplizierter wird's. Auch Crimps neues Stück, "Weniger Notfälle", erscheint zunächst recht simpel gebaut: In den drei - einzeln zum Teil bereits aufgeführten - Einaktern erzählen einander drei bis vier anonyme Personen (1, 2, 3, 4) fiktive Biografien anderer Menschen. Aber wer sind diese Leute überhaupt, und warum erzählen sie solche Geschichten? Wie hängen die drei Szenen zusammen? Und überhaupt: Worum geht's eigentlich?

In der Londoner Uraufführung von "Fewer Emergencies" blieben solche Fragen weitgehend unbeantwortet; die englischen Kritiken berichten von einem neutralen weißen Raum, in dem die Schauspieler so


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