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Kultur | Claudia Romeder, Wolfgang Kralicek | aus FALTER 08/06 vom 22.02.2006

Mysteriöse Dinge geschehen auf Schloss Mandacrest. Ein Werwolf treibt sein Unwesen, und auch der Geist der verstorbenen Hausherrin Lady Irma scheint nicht zur Ruhe zu kommen. Charles Ludlams Grusel-und Horrorparodie lässt keine Facette des Genres aus. Bühnendiven, Faktoten und Hausmädchen jagen nach dem "Geheimnis der Irma Vep" und sind selbst Teil der anderen Welt. Der Sinn der Jagd besteht darin, sich des Sinns zu entledigen, und so spielen Jennifer Frank und Karsten Dahlem im Hundsturm um ihr Leben, das natürlich prompt verloren geht oder auch nicht - je nach Sichtweise. In Katrin Hillers Inszenierung hinkt der Geist der Untoten ein wenig dem Tempo des Stücks hinterher. Musikeinlagen und die Unklarheit darüber, welches Genre nun genau parodiert wird, verhindern das Aufkommen des versprochenen "Eingroschengrusels". Frank und Dahlem bewältigen die insgesamt acht Rollen zwar mit viel Witz und Charme, doch man hätte gerne noch zwei Groschen in mehr Mut zum richtigen Trash investiert,


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