NÜCHTERN BETRACHTET

Im Innern der obersten Schublade

Kultur | aus FALTER 08/06 vom 22.02.2006

Durch die verzerrte, um nicht zu sagen ressentimentgeladene Rezeption meiner jüngsten Kolumnenproduktion durch die Rufschädigungszirkel und Hämeworkshops der südlichen bürgerlichen Innergürtelbezirke ist in letzter Zeit der Eindruck verbreitet worden, ich besäße einen am Rande der Dekadenz entlangschrammend weitläufigen Maschinenpark von Küchengeräten. Die Wirklichkeit folgt dieser Ansicht freilich nicht. In erster Linie besteht die technologische Bestückung meiner Küche aus Töpfen, einem Messerblock, einer Brot-und einer Espressomaschine sowie einem Turboproppürierstab. Stauraumprobleme gibt es, wie Kollege Stöger unlängst neidvoll feststellen konnte, so gut wie keine - vorausgesetzt, das Eckschwenkkästchen wird intelligent genutzt. Schwierigkeiten gibt es immer nur mit der ersten Schublade - die neigt zu Verklemmungen. Beim Augenschein am 20. Februar (gegen 8 Uhr) fanden sich darinnen: ein Ceranfeldreinigungskratzer, eine Eierschere, ein Eiskugelshaper, fünf Paar Essstäbchen


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