CAFÉ TUCHLAUBEN

Alles bleibt anders!

Stadtleben | Christopher Wurmdobler | aus FALTER 08/06 vom 22.02.2006

Morgens zwischen acht und neun hört man im Café Tuchlauben nur das Umblättern von Zeitungsseiten. Ab und an vielleicht unterbrochen vom Zischen der Kaffeemaschine. Sonst ist es angenehm still in dem kleinen Kaffeehausbiotop in der City, das zuletzt in den Sechzigerjahren nach allen Regeln der Einrichtungskunst unter Zuhilfenahme von jeder Menge Resopal und Kunstleder ausgestattet wurde. Ein paar Sitzboxen, ein riesiger Spiegel an der Stirnseite des rechteckigen Raumes, lange Bänke und Neonlicht. Dass hier ein neuer Besitzer am Werk ist, merken die Stammgäste nur am besseren Kaffee oder am schnelleren Service. Alles bleibt anders, und das ist auch gut so.

Vor drei Wochen hat Markus Muliar das Café Tuchlauben neu übernommen. Nach ein paar Monaten Planen, Überlegen, vielen schlaflosen Nächten und im fliegenden Wechsel. "Am Freitag habe ich das Lokal bekommen, am Montag haben wir wieder aufgesperrt", erzählt der 29-Jährige. Das Café kennt Muliar schon sein ganzes Leben. Schließlich


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