Kein Räuber, kein Gendarm

Stadtleben | Barbara Zeman | aus FALTER 08/06 vom 22.02.2006

INTEGRATION Beim ersten österreichisch-afrikanischen Gschnas sollten sich Afrikaner und Polizisten besser kennen lernen. Kieberer waren aber nicht viele da.

Marc Meisser kommt aus München und wohnt erst seit zwei Wochen in Wien. Anschluss hat der 25-Jährige noch nicht gefunden, und weil er das ändern will, ist er heute zur "Integrationsfete" gekommen, wie er das von der Initiative "fair und sensibel" organisierte Pilotprojekt "Faschingsgschnas" im afrikanischen Restaurant Makuti am Alsergrund nennt. Der Name der Organisation, die Berührungsängste und Vorurteile zwischen Afrikanern und Polizisten mittels Sensibilisierungsworkshops und Fußballspielen aus der Welt schaffen will, gefällt ihm gut, "weil er nach duftender Bodylotion klingt". Verkleidet hat sich der Münchner nicht, den bunten Wollpulli und die Holzperlenkette trägt er immer. Aber es gibt auch keinen Kostümzwang. Vorerst sitzt Meisser relativ schüchtern an einem der Tische mit dem rosa Tischtuch und taxiert die anderen


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