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Echt China

Stadtleben | aus FALTER 08/06 vom 22.02.2006

Die diversen chinesischen Küchen haben's nicht leicht in Wien. Denn die billige Mainstream-Chinaküche der letzten dreißig Jahre zerstörte viel, außerdem muss man für den wirklichen Stoff geschmacklich recht offen sein, und drittens ist das Publikum somit minimal. Hier bekommt man sie dennoch:

Zum kaiserlichen Thron, 7., Andreasgasse 7, Tel. 526 44 12, Di-So 11.30-14.30, 18-23 Uhr, www.zumkaiserlichenthron.at

Sichuanküche auf Topniveau. Die in Kampfer geräucherte Ente ist ein absoluter Höhepunkt, das scharfe Bauchfleisch zum Vergehen gut, der Quallensalat detto und das getrocknete Rindfleisch auch. Unbedingt in größerer Gruppe kommen und alles essen, Vorsicht: scharf.

Goldene Zeiten, 21., Prager Straße 39, Tel. 270 05 48, tägl. 11.30-15, 17.30-23.30 Uhr.

Von Chinakennern wie meinem ehrenwerten Vorgänger Andi Oberndorfer als die absolute Shanghaiküchensensation bezeichnet. Das Interieur ist freilich hart zu ertragen, man überlegt auch schon eine Übersiedelung in Zentrumsnähe.

Sichuan, 22., Arbeiterstrandbadstr. 122, Tel. 263 37 13, Mo-Fr 11.30-14.30, 17.30-23, Sa, So 11.30-23 Uhr, www.sichuan.at

Riesiges Lokal mit 6000 Quadratmetern Garten, Teepavillons und einer nahezu endlosen Speisekarte, auf der sich's aber sichuanmäßig ganz schön abspielt. Auch fein: schöne Tees und Weine.

WEIN - Wenn ein Wein, in dem Fall ein Grüner Veltliner, "Kremser Freiheit" heißt, dann ist das schon gut. Wenn er dann aber auch noch einen praktischen Schraubverschluss hat, vom Topwinzer Martin Nigl kommt, erfreulich leichte 11,5 Prozent hat und nach Zuckermelonen und frischen Maschansker duftet und sich am Gaumen als perfekter Veltliner zeigt, dann ist das ein Grund, ihn zu kaufen.

Preis: E 8,88, Bewertung: 4/5 (sehr gut), bei Wein & Co.


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