Nein zum sauberen Sport


Klaus Nüchtern
Vorwort | aus FALTER 09/06 vom 01.03.2006

KOMMENTAR Trotz Dopingverdacht und dümmlichem Chauvinismus: Der Wintersport ist zu clean geworden.

Es verspricht spaßig zu werden, wenn über die Landesgrenze hinaus bekannte Österreicher englisch reden müssen. Schon Kurt Waldheim als UN-Generalsekretär war aussprachetechnisch ein Bringer, und Arnold Schwarzenegger bewies, dass auch der jahrzehntelange Aufenthalt jenseits des Atlantiks einem soliden steirischen Zungenschlag nichts anzuhaben vermag: "I will go to Sacramento and clean house", formulierte er im August 2003 seine Ambitionen auf den Posten des Gouverneurs von Kalifornien.

Eine Art zwangsverfügten Hausputz unternahmen auch die italienischen Carabinieri am Abend des 18. Februar, als sie im Haus der österreichischen Biathlon-und Langlaufathleten nach unerlaubten Substanzen und Gerätschaften fahndeten - und auch fündig wurden. Worauf Peter Schröcksnadel, Präsident des Österreichischen Skiverbandes (ÖSV), sich international unmissverständlich äußert: "Austria is a too

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