Nagelneue Quotenärzte

Werner Vogt
Vorwort, FALTER 09/06 vom 01.03.2006

KOMMENTAR Wer Medizin studieren will, erlernt erst einmal bürokratische Prozeduren. Damit betreibt man eine völlig falsche Auslese.

"Die Bundesregierung schaltet Jubelinserate, wenn der Profisport gewinnt, sie jubelt aber auch, wenn ein paar Tausend Maturanten per Quotenregelung vom Medizinstudium ausgesperrt werden", war Anfang Februar in der Presse zu lesen. Für Wien und Innsbruck haben sich in der kurzen Frist vom 1. bis 21. Februar insgesamt 6523 Lernwillige angemeldet, darunter 2882 mit deutschem Pass. Wien hat insgesamt 740, Innsbruck 400 Studienplätze zu vergeben. Drei Viertel davon garantiert Unterrichtsministerin Elisabeth Gehrer unseren Landsleuten, zwanzig Prozent verbleiben den "EU-Ausländern". So werden unsere deutschen Nachbarn genannt. Fünf Prozent den "echten Ausländern".

Wenn die forsche ÖVP-Ministerin also 5883 Maturanten, davon 3159 Österreicher, ausquotet, lautet ihr verlogenes Jubelinserat: Ich habe "gesicherte Studienplätze für Österreichs Studierende" geschaffen.

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