DOLM DER WOCHE

P. Schröcksnadel

Politik | aus FALTER 09/06 vom 01.03.2006

Jetzt ist dem "Napoleon der österreichischen Skipisten" aber das Erobern vergangen. Peter Schröcksnadel, mächtiger ÖSV-Chef, Großunternehmer, Liftbesitzer und Sportlermanager, wird nach seinem jenseitigen Krisenmanagement in der Turiner Dopingaffäre quasi von der halben Welt zum Rücktritt aufgefordert. Mauern, schönreden, peinliche Pressekonferenzen "wie bei der Löwinger-Bühne" abhalten (Heinz Jungwirth, Generalsekretär des Österreichischen Olympischen Komitees), keine gescheiten Informationen rausgeben und die Schuld auf die anderen schieben - vorzugsweise das Olympische Komitee. So kann sich vielleicht der Präsident von irgendeinem Pimperlverein aufführen, aber bei dem Boss eines Großbetriebes mit Millionenbudget kommt das katastrophal. Oder wie es Innenministerin Liese Prokop vornehm ausdrückte: "Da sind sicher Dummheiten passiert." Und Schröcksnadel selbst? Der sieht die ganze Affäre als "Rufmordkampagne". Eh klar.


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