Geschlechterkampf

Politik | Wolfgang Luef | aus FALTER 09/06 vom 01.03.2006

DISKRIMINIERUNG Transsexuelle müssen sich operieren lassen, bevor sie ihren Vornamen ändern können. SPÖ und Grüne versuchen das zu ändern.

Susanna Speckmayer hat die ganze Prozedur schon hinter sich. Die Juristin und Grün-Politikerin darf sich seit 2001 offiziell "Susanna" nennen. So lange sie denken kann, fühlt sie sich als Frau und lebt bereits seit Jahren "im weiblichen Geschlecht". In ihrem Pass steht das aber erst, seit sie sich operieren hat lassen. "Vorher gab es für mich oft größere Schwierigkeiten, offiziell mit dem Namen Susanna akzeptiert zu werden", erzählt sie. "Viele persönliche Katastrophen blieben den Transsexuellen erspart, wenn sie einfach den Namen wählen könnten, den sie wollen." Denn der Name sei wichtigstes Identitätsmerkmal, nach innen und nach außen. Man will beim Arzt nicht als "Herr" aufgerufen werden, wenn man als Frau im Wartezimmer sitzt. Man möchte nicht als Mann zu einem Vorstellungsgespräch gehen, wenn der Gesprächspartner aufgrund des


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