Kranke unter Kontrolle

Politik | Saskia Jungnikl | aus FALTER 09/06 vom 01.03.2006

DROGEN Das Gesundheitsressort will die Palette an Drogenersatzmitteln einschränken. Suchtkranken wird damit der Weg zurück noch mehr erschwert.

Alles beginnt mit Musik. Rock-'n'-Roll-Helden wie Jim Morrisson oder David Bowie sind Peters Vorbilder, als er 16 ist. Er selber klimpert ein bisschen auf der E-Gitarre herum, Drogen findet er damals cool. "Irgendwie hab ich gedacht, das gehört zum Musikerdasein dazu", erzählt der heute 24-Jährige. Mit 16 kifft er, mit zwanzig spritzt er das erste Mal Heroin, ein halbes Jahr später ist Peter schwer abhängig. Er will aufhören, schafft es aber nicht mehr. Eine stationäre Therapie kommt für ihn aber nicht infrage. "Ich wollte auf keinen Fall, dass meine Eltern von meiner Sucht erfahren. Außerdem war es mir total wichtig, meinen Job zu behalten." Nur eine Hand voll Freunde wissen Bescheid.

Peter beginnt bei seinem Hausarzt einen Entzug mit Substitutionsmitteln. Zuerst Methadon, dann Subutex-Tabletten, das sind retardierte Morphine, die der


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