Kommentar

Drei Opernhäuser bräuchten ein Konzept

Carsten Fastner
Kultur, FALTER 09/06 vom 01.03.2006

Dass die Oper nicht gerade die Kunstgattung mit dem größten Zukunftspotenzial ist, müssen selbst hartgesottene Anhänger längst schon zugeben. Umso erfreulicher, dass man sich in den Kulturzentren von Mailand bis New York trotzdem noch um ihre Pflege kümmert. In Wien natürlich auch, und das auf den ersten Blick sogar ganz besonders intensiv. Denn während die Mailänder mit ihrer Scala oder die New Yorker mit ihrer Met jeweils nur ein internationales Flaggschiff ins Rennen schicken, leistet man sich hier seit kurzem derer gleich drei.

Das gibt es so bloß noch in Berlin. Und ähnlich wie dort führt es auch hier zu inhaltlichen Problemen. Auch hier können sich Staatsoper, Volksoper und Theater an der Wien kaum zu einer gemeinsamen Absprache des Kurses durchringen, wofür wohl nicht nur die branchenüblichen Eitelkeiten der jeweiligen Hauskapitäne verantwortlich sind, sondern auch die Tatsache, dass zwei der Bühnen (Staats-und Volksoper) vom Bund finanziert werden, während das gerade

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