Der traurige Humanist

Kultur | Maya Mckechneay | aus FALTER 09/06 vom 01.03.2006

FILM In "The New World", einer Bearbeitung der Pocahontas-Legende, lässt Terrence Malick Bild und Ton vergebens vom besseren Menschen träumen.

Wie Terence Davies oder Stanley Kubrick gehört auch Terrence Malick zu jenen großen Filmemachern, die sich Zeit lassen. Sieben Jahre sind seit seinem letzten Film, dem zweieinhalbstündigen Antikriegsopus "The Thin Red Line", vergangen. Davor lagen ganze zwanzig Jahre Abstand zu "Days of Heaven" (1978) und "Badlands" (1973). Sein neues Drama, "The New World", schnitt Malick noch kurz vor der Premiere auf der diesjährigen Berlinale um, kürzte es um 15 Minuten und mag seine Produzenten damit in Verzweiflung gestürzt haben - oder auch nicht: Vom Regisseur selbst gibt es dazu jedenfalls keinen Kommentar. Der studierte Philosoph, der vor seiner filmischen Karriere unter anderem als Journalist und Heidegger-Übersetzer tätig war, lehnt Interviews grundsätzlich ab.

"The New World" erzählt nun in der Malick eigenen, traumwandlerischen Weise von der


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