Seid ihr alle da?

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 09/06 vom 01.03.2006

PUPPENTHEATER Das Synchronkomikertrio maschek hat den Fernseher ausgeschaltet und macht jetzt Polit-Kasperltheater. Keine gute Idee.

Sagt der Kanzler zu seiner Frau: "Hast du noch das Ballkleid vom letzten Opernball?" - "Ja, wieso?" - "Dem Seipel fehlt noch eine Vogelscheuche für die Saliera!"

Quizfrage: Stammt dieser Witz a) aus dem Kabarett Simpl, b) vom Villacher Fasching oder c) aus dem neuen Programm der Gruppe maschek? Die Antwort lautet überraschenderweise c). Die aktuelle Produktion des beliebten Wiener Synchrontrios leidet aber nicht nur an solch müden Pointen, das Problem ist grundsätzlicherer Natur: "Bei Schüssels" nähert sich seinem Thema nicht, wie bisher, von der sogenannten Maschekseite (also hintenherum), sondern erstaunlich konventionell. Anders gesagt: Den Mascheks ist nicht weiß Gott was eingefallen.

Das 1998 gegründete Trio (Peter Hörmanseder, Ulrich Salamun, Robert Stachel) hat sich mit Kurzfilmen und Diavorträgen zunächst im "Underground" einen Namen gemacht,


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige