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Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 09/06 vom 01.03.2006

THEATER Hier spinnt der Dichter: Stephan Kimmig inszeniert Goethes Künstlerdrama "Torquato Tasso" im Burgtheater.

Die Jubiläumsspielzeit des Burgtheaters dauert zwar noch vier Monate, ist aber bereits abgeschlossen. Fünfzig Jahre nach der Wiedereröffnung des Hauses wurden jene Stücke angesetzt, die im 55er-Jahr an der Burg Premiere hatten: Nach Raimunds "Verschwender" und Grillparzers "König Ottokars Glück und Ende" ging mit Goethes "Torquato Tasso" nun die letzte Jubiläumspremiere über die Bühne. Und weil das Theater ab sofort mit den Vorbereitungen für Andrea Breths Mammutprojekt "Wallenstein" in der nächsten Saison beschäftigt ist, war der "Tasso" zugleich auch schon die letzte Burgtheaterpremiere der Spielzeit.

Ähnlich wie der "Verschwender" ist auch "Torquato Tasso" ein populäres Werk, das trotzdem selten gespielt wird. (In Wien war es zuletzt vor zwölf Jahren in einer langweiligen Inszenierung von Cesare Lievi im Akademietheater zu sehen.) Das Schauspiel von 1790 ist


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