Leben nach dem Frühstück

Kultur | Robert Rotifer | aus FALTER 09/06 vom 01.03.2006

LONDON SOUND FILES Der große britische Geschichtenerzähler Ray Davies triumphiert mit seinem ersten ordentlichen Soloalbum ohne Kinks. Belle & Sebastian trinken Kräutertee, halten sonst aber sehr gut mit.

Geht man von der Bahnstation Hornsey im Nordosten Londons ein paar Schritte hügelaufwärts, stößt man auf ein Gebäude, von dessen unauffälliger Fassade der Neonschriftzug "KONK" sein blaues Licht in die urbane Düsternis ausschickt. Das Haus beherbergt ein Tonstudio und gehört einem gewissen Raymond Douglas Davies. Einen mittleren Spaziergang von ihm entfernt liegt die Nachbarschaft, in der Ray zusammen mit seinem kleinen Bruder Dave (und sechs Schwestern) aufwuchs. Als er 1998 auf "The Storyteller" in Hörspielmanier erzählte, wie dort einst im elterlichen Wohnzimmer die Urform des Hits "You Really Got Me" entstand, wehte ein untrüglicher Mottenkugelgeruch aus den Lautsprechern. Schließlich hatte Davies all die alten Schnurren über seine Kinks bereits im autobiografischen


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