Nummer eins im Himmel

Kultur | Sebastian Fasthuber | aus FALTER 09/06 vom 01.03.2006

MUSIK Die kalifornischen Brüder Sparks und ihre belgischen Cousins Telex machen vor, wie sich im Pop ewige Jugend bewerkstelligen lässt.

Ron und Russell Mael waren immer schon eine ungewöhnliche Erscheinung, und oft waren sie das Salz in der Suppe des Pop. Seit 35 Jahren beweisen ausgerechnet zwei Exmodels aus dem bekanntlich mindestens so tiefsinnigen wie sonnigen Kalifornien unter dem Namen Sparks, wie exzentrisch, klug und witzig Popmusik sein kann. Von Depeche Mode bis Franz Ferdinand haben sie Generationen von Bands beeinflusst. Nachfolger sind trotzdem nicht in Sicht.

Auf ihrem zwanzigsten Album, "Hello Young Lovers", blicken die beiden weiter fest nach vorn. Alles haben sie schon gemacht, Glamrock, Disco, Synthiepop, Techno, seit dem Vorgänger "Lil' Beethoven" arbeiten sie nun an einem nicht anders als radikal zu nennenden Alterswerk, dem sich mit den üblichen Popbegrifflichkeiten nicht mehr beikommen lässt. Da sind keine Songs mehr, da sind nur noch irrwitzige Gesangslinien


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