Alles drängt zur Straße hin

Kultur | Jan Tabor | aus FALTER 09/06 vom 01.03.2006

BAUKASTEN Anmerkungen zur Architektur. Diesmal: über die fast exhibitionistische Lust an Schaufenstern und das neu gestaltete Restaurant im Mak.

Der Sommer drängt sich wieder auf, und so wird es Zeit, an die traurigen Tropen zu denken. An die Malaria, die Tse-Tse-Fliegen und die Heimtücken der zahlreichen Versionen des Durchfalls.

Die Arbeit eines Tropenmediziners ist offensichtlich denkbar einfach. Wie in der Favoritenstraße 32 neuerdings einsichtig, braucht er bloß einen Büroschreibtisch, darauf einen PC-Monitor samt Tastatur, einen eindrucksvollen Bürostuhl für sich selbst und einen bequemen Sessel für die Klienten. Außerdem eine ordentliche Ordinationsliege - diese möglicherweise nur, um den hereinschauenden Passanten (und potenziellen Klienten) zu beweisen, dass es sich bei dieser schicken neuen Lokalität um eine ordentliche Ordination handelt. Die hübsche, mit violettem Stoff bezogene Ordinationsliege wirkt in den reduziert eingerichteten und von der Straße hervorragend


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