BILDERBUCH

Kultur | aus FALTER 09/06 vom 01.03.2006

Wer etwas hat, der baue schnell einen Zaun herum, damit es niemand anderer besetzt: So bedenklich das Errichten von Grenzen und abgesteckten Terrains in Zeiten von "Gated Communities" erscheinen mag, so haben Zäune doch immer auch die Funktion von Schutz und Landschaftsstrukturierung. In Bild und Text führt der Band "Der Zaun" zu traditionell-beschaulichen Einfriedungen in Tirol und deren Bedeutung im bäuerlichem Rechtsdenken und Brauch. Ein anderer Aufsatz widmet sich dem Zaun in einem eher philosophischen Sinn: den Grenzen, die niemand mehr materiell errichten müsste, weil sie ohnehin da sind. Ein Teil des Buches zeigt Fotos und Grafiken, die im Rahmen eines Wettbewerbs zum Thema letzten Sommer in Innsbruck entstanden sind.

Durst Phototechnik AG: Der Zaun. Innsbruck 2005 (Haymon). 84 S., E 29,-/ N. S.


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