Wien am Spieß

Stadtleben | Barbara Zeman | aus FALTER 09/06 vom 01.03.2006

IMBISS Noch ein Jubiläum: zwanzig Jahre Döner-Kebap in Wien. Was klemmt da eigentlich zwischen zwei Brothälften? Und wieso heißt es manchmal auch Kebab, mit "b"? Und überhaupt: Worauf müssen Döneresser achten? Hier kommt unser zweitliebstes Fleischgericht. Mit Scharf!

Die langen Messer mit den grünlichen Plastikgriffen sind gewetzt, süßlicher Geruch hängt in der Luft des gekachelten Raumes. Veysel Yalcin und sein Kollege sind gerade dabei, auf einer Metallarbeitsfläche einen Kebapspieß zuzubereiten. Aus einer Wanne schnipsen sie glänzende Putenkeulen unter ihre Messer, rasch ist der Knochen aus dem Fleischstück gesäbelt. "Die Bruststücke wären zu trocken, um daraus Döner zu machen", erklärt Macit Sözen, Besitzer der kleinen Putenfleischmanufaktur im 14. Bezirk. "Die Keulen sind saftiger und werden lediglich über Nacht in eine Gewürzmischung eingelegt. Zwiebel, Knoblauch, Salz und Pfeffer sind da drin, der Rest der Zutaten, der ist geheim."

Dann werden die Fleischlappen


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