Nobelhemdenprofis

Barbara Zeman | Stadtleben | aus FALTER 09/06 vom 01.03.2006

MODE Drei junge Wiener verkaufen edlen Stoff mit Knöpfen aus Italien.

Hartmut Krenslehner ist 26 und mag Hemden, schon seit er sich erinnern kann. In seinem Kasten hängen geschätzte fünfzig Stück davon. Und wie es der Zufall wollte, war der Wiener nicht der Einzige in seiner Clique, der durch ein derartiges Faible auffiel. Vielmehr teilten auch Martin Zapart (24) und Peter Vavra (23) Krenslehners Schwäche für edlen Stoff mit Knöpfen, und da sie sich schon länger kannten und glücklicherweise alle Wirtschaft studiert hatten, beschlossen sie, eine Nobelhemdenboutique aufzumachen.

Das ist diesen Winter passiert, Schauplatz ist der erste Bezirk, und der Laden - er ist schön, aber nicht extravagant - sieht so aus, als wäre er schon immer hier gewesen. Vorbild ist die unaufdringliche italienische Eleganz, der sich der italophile Krenslehner bereits in Mailand bei Gianfranco Ferre und Luciano Soprani verschrieben hat, wo er Kontakte zur Hemdenindustrie knüpfte, die bei der Gründung

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