Nach der verlorenen Zeit

Steiermark Kultur | Helmut Bast Und Tiz Schaffer | aus FALTER 09/06 vom 01.03.2006

LITERATUR Nach Jahren des Werkens im Verborgenen befindet sich die Grazer Literaturszene wieder im Aufbruch. Junge Autorinnen und Autoren arbeiten gegenwärtig hart an ihren Karrieren, werden vom Literaturbetriebumhätschelt und von den Medien hofiert.

Wird Graz wieder was in der Literatur? Nach jahrelanger, auch institutionell verschuldeter Flaute ist es nun eine Gruppe von Autoren unter dreißig, die Graz eine neue literarische Blüte verleiht. Endlich, so die Meinung der Literaturvermittler der Stadt, wird in der einstigen "Hauptstadt der deutschsprachigen Literatur" diese auch wieder wahrgenommen, ja sogar medial propagiert und inszeniert. Hat eine mit der üblichen Verspätung einsetzende Suchbewegung aus Deutschland jetzt auch die Grazer Literaturszene erreicht? Dort konnte man Ende der Neunzigerjahre ein Phänomen beobachten: einen - vor allem von den deutschen Verlagen generierten - Literaturboom, für den die Autorinnen und Autoren nicht jung genug sein konnten. Insbesondere die


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