IN KÜRZE

Steiermark Kultur | aus FALTER 09/06 vom 01.03.2006

LITERATURPREIS Der mit 14.500 Euro höchstdotierte Literaturpreis der Stadt Graz, der Franz-Nabl-Preis für 2005, wird am 2. März im Literaturhaus an den Kärntner Autor Josef Winkler (Jahrgang 1953) verliehen. "Souverän gelingt es ihm, von genau betrachteten Wirklichkeitsbildern ausgehend, autonome Sprachbilder zu entwerfen, die allesamt sehr eigenwillig sind und (...) auch sehr eigenständig Tod und Sterben als Dreh-und Angelpunkt setzen", heißt es in der Jurybegründung. In einer litaneiartig rhythmisierten Sprache macht Josef Winkler aber auch blutigen Ernst mit den Bildern und Symbolen des Katholizismus - seinem Lebensthema. Bisher sind elf Bücher von ihm bei Suhrkamp erschienen, u.a. "Natura morta" und "Wenn es soweit ist". Die Laudatio wird die Salzburger Germanistin Konstanze Fliedl halten.

BAHNHOF IN BRÜSSEL Nach Aufführungen im Grazer Heimatsaal und beim Stuttgarter Festival "Theater der Welt" - für Wien waren keine Aufführungsrechte zu bekommen - spielt das Grazer Theater im Bahnhof Elfriede Jelineks "Burgtheater" nun am 10. und 11. März im Brüsseler BOZAR. Das Interesse am Werk der Nobelpreisträgerin, das von den Grazern streckenweise sehr frei interpretiert wird, scheint beträchtlich, über die BOZAR-Homepage waren keine Karten mehr erhältlich.

VIGILANTEN II Bei einem seiner nächsten Treffen mit der Joanneum-Leitung wollte Kulturlandesrat Kurt Flecker die soziale Problematik der in steirischen Museen als Aufpasser engagierten Vigilanten ansprechen (siehe "Falter" Steiermark Nr. 3/06). Mittlerweile sei dies geschehen, bestätigt Flecker-Pressesprecher Heinrich Fischer auf "Falter"-Anfrage. Als erster Schritt lade nun das Joanneum in den kommenden Wochen zu einer "Vigilantenkonferenz", eine Gehaltserhöhung sei ein mittelfristiges Thema. Der Kulturlandesrat könne dies dem ausgegliederten Landesmuseum jedoch nicht vorschreiben.


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