Liebe Leserin, lieber Leser!

Vorwort | Klaus Nüchtern | aus FALTER 10/06 vom 08.03.2006

Bis zu einem gewissen Grad ließe sich Journalismus auch als Job beschreiben, in dem man mit Leuten spricht, mit denen man - unter normalen Umständen - nie sprechen würde, und die dann, umgekehrt, mit Journalisten sprechen, mit denen sie eigentlich nicht sprechen wollen. Mitunter kommt es aber nicht einmal so weit: Der vereinbarte Rückruf von Peter Schröcksnadel blieb aus, auch wenn Julia Ortner am Freitag noch vor dem Telefon wartete, als draußen in der Stadt die Tanzschüler schon in der Pizzeria saßen und die DJs grad ihr zweites Frühstück aßen. Gemeinsam mit Nina Weißensteiner hat Ortner das "System Schröcksnadel" beschrieben (S. 8), das Österreich in den letzten Wochen wieder in den Fokus der Weltöffentlichkeit rücken und den Ruf dieses Landes als schrullige Bananenrepublik wieder etwas festigen konnte.

Manchmal ist alles aber auch ganz einfach: Ein Journalist trifft einen Künstler und spricht mit ihm. Carsten Fastner etwa interviewte Martin Stadtfeld, den man als Shooting


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