Aus mit Freundschaft

Peter Filzmaier | Vorwort | aus FALTER 10/06 vom 08.03.2006

KOALITIONSBRUCH Bleibt Haider dank ÖVP-Schützenhilfe und Regionalstolz der Kärtner ungefährdet?

In einer Wiener Stadtzeitung über Politik in Kärnten zu diskutieren gleicht der Quadratur des Kreises. Wie soll ein Wiener das Ende des BZÖ-SPÖ-Arbeitsübereinkommens und seine Folgen verstehen? Wir haben ja schon den Beginn der Chianti-Koalition nicht durchschaut. Knapp fünfzig Prozent der Wiener stimmten zuletzt für die SPÖ und können unmöglich einsehen, dass deren Schwesterpartei mit Jörg Haider einen Pakt geschlossen hat, den sie noch dazu mit Rotwein besiegelte. Fairerweise muss man sagen, dass es zwei Flaschen für etwa zehn Personen waren, und sogar der große Vorsitzende (Alfred Gusenbauer) mit dem leibhaftigen Gottseibeiuns einmal Spargel essen war. Doch das erschließt uns nicht, warum die Kärntner Sozialdemokraten mit den offensichtlich damals sehr nüchternen Blauen mittels herzlichem "Freundschaft!" anstoßen mussten.

In der Bundeshauptstadt bezeichnen sich bis zu achtzig

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