WAS WAR/KOMMT/FEHLT

Politik | aus FALTER 10/06 vom 08.03.2006

WAS WAR

Rechnungshof kritisiert ÖBB Laut Rechnungshofbericht haben die ÖBB von 2002 bis 2004 56,18 Millionen Euro für externe Beratungsleistungen aufgewendet. Der durchschnittliche jährliche Beratungsaufwand sei verglichen mit dem Zeitraum 2002 bis 2004 um 63 Prozent gestiegen. Die Aufträge wurden vielfach ohne Ausschreibung vergeben, Leistungen der Unternehmens-, Kommunikations-und Rechtsberater um bis zu achtzig Prozent überteuert bezahlt. ÖBB-Chef Martin Huber erklärte die Kostenexplosion mit Strukturreformen. In Zukunft würden allerdings "Beraterleistungen drastisch reduziert und ÖBB-internes Know-how verstärkt genutzt".

WAS KOMMT

Verkauf der Bank Burgenland Fast sechs Jahre nach dem Kreditskandal und zwei gescheiterten Verkaufsversuchen konnte die Landesregierung in Eisenstadt am Dienstag den Deal absegnen: Die Bank Burgenland, die mit Landeshilfe mühsam aufgepeppelt wurde, wechselt um 100,3 Millionen Euro den Besitzer und geht an die Grazer Wechselseitige. Das Management bleibe "weitestgehend unverändert", versprach Generaldirektor Othmar Ederer, die übernommenen Haftungen bleiben dem Land erhalten. Kritik übt die Opposition. Die Blauen monieren, dass nicht der Bestbieter, ein ukrainisches Konsortium, den Zuschlag erhalten habe, die Grünen wollen "die ausverhandelten Bedingungen im Detail" prüfen.

WAS FEHLT

Männer im Haushalt Politikerinnen beschwören am Frauentag diese Woche gerne ihre Visionen von Gleichberechtigung herauf, die Realität für Österreichs Frauen sieht allerdings anders aus. Besonders Hausfrauen leisten viel und bekommen wenig. In Österreich gibt es 810.500 nichterwerbstätige Hausfrauen und Mütter, die insgesamt 21.235 Stunden wöchentlich arbeiten. Mit einer Wochenarbeitszeit von 26,2 Stunden für Hausarbeit und Kindererziehung sind sie ihren männlichen Pendants weit voraus. Nichterwerbstätige Männern wenden für diese Arbeiten 6,6 Stunden wöchentlich auf.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige