Alles könnte besser bleiben

Politik | Wolfgang Luef | aus FALTER 10/06 vom 08.03.2006

KPÖ Zwölf Jahre lang kämpfte Walter Baier an der Spitze der KPÖ für eine geeinte, erneuerte und starke Partei. Was er nach seinem Rücktritt hinterlässt, ist davon weit entfernt. Ist jetzt Besserung in Sicht?

Walter Baier war zu früh dran. Er war noch im Bild zu sehen, als er seinen Sessel bereits zum Aufstehen drehte. Die "ZiB 3"-Moderatorin Lou Lorenz kam nur kurz aus der Fassung. Gerade hatte sie einen Beitrag über die High Society und Kokainkonsum ankündigen wollen, als Baier neben ihr rumpelte. "Bleiben Sie ganz kurz noch da, bitte", brachte sie lachend heraus und griff mit der linken Hand in Baiers Richtung. Ein Politiker, der aufsteht, bevor der nächste Beitrag läuft, das ist ungewöhnlich. "Ich bin schon im Weggehen", hört man Baier aus dem Off. "Wir haben alles im Griff", sagt die Moderatorin beruhigend, bevor sie mit der Moderation fortfährt.

Es sind solche Kleinigkeiten, die den scheidenden KPÖ-Chef Walter Baier nach außen von einem Politprofi unterscheiden. In den


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