Endlich abendfüllend


Wolfgang Kralicek

Kultur, FALTER 10/06 vom 08.03.2006

THEATER Wenn in einer einzigen Theateraufführung zwanzig Stücke gespielt werden, kann der Autor fast nur Antonio Fian heißen: über den Dramoletteabend "Abendfüllend" im Nestroyhof.

Antonio Fian ist, wie man so sagt, ein Meister der kleinen Form. Gut möglich, dass der fünfzigjährige Autor auch ein Meister der großen Form wäre, aber sein Werk umfasst neben einem (schmalen) Roman ausschließlich kleinere Texteinheiten: Erzählungen, Essays, Gedichte sowie kurze bis kürzeste Dramen. Seit dreißig Jahren lebt der Kärntner Fian in Wien; seit fast zwanzig Jahren veröffentlicht er in verschiedenen Zeitungen und Periodika jene Dramolette, die zu seinem Markenzeichen geworden sind.

Das erste Fian-Dramolett erschien im Oktober 1988 im Falter (Nr. 42/88); das ungewöhnlich umfangreiche Stück "Gerald Grassl begegnet auf dem Graben Thomas Bernhard und nimmt ihn in Schutz" füllte eine ganze Seite und war Fians satirische Reaktion auf den "Heldenplatz"-Skandal. Dass sich sein Spott nicht gegen

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