KUNST KURZ

Kultur | Nicole Scheyerer | aus FALTER 10/06 vom 08.03.2006

Eine "Ultraleichte Geste für Kenner und Könner" führt Ernst Caramelle (bis 1.4.) in seiner aktuellen Schau aus, auch wenn er dazu bisweilen seinen "Stilfinder" betätigen muss. Die Galerie nächst St. Stephan zeigt einerseits die recht streng-abstrakte Malerei des 53-jährigen Künstlers. Manche dieser geometrischen Bilder könnten isoliert für eine klassische Auseinandersetzung mit Fragen wie Tiefe und Flächigkeit gehalten werden. Perspektivische Brechungen sorgen für raffiniert verschachtelte Räume. Caramelles Farbquadrate und-dreiecke kommen auch durch den Wechsel von sattem Auftrag und durchscheinendem Pastell in Bewegung. Der Künstler malt dabei häufig auf Gipsunterlage. Aber Caramelle will sicher nicht an die Konkrete Kunst anschließen, das machen die anderen Arbeiten der Schau deutlich. So bezieht der Künstler etwa den faktischen Ausstellungsraum mit ein und malt Farbrechtecke direkt auf die Galeriewände. Im Vergleich zu seiner Bawag-Ausstellung 2001 fallen diese Eingriffe


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