BILDERBUCH

Kultur | aus FALTER 10/06 vom 08.03.2006

Wenn an der Nähmaschine sitzende Mütter von ihren Söhnen gefragt werden, ob sich Homosexuelle eventuell Zusatzhoden implantieren lassen würden, "um sich den Ruf einer Kuriosität im Darkroom zu erwirtschaften", dann liegt der Schluss nahe, dass Max Goldt seine Finger im Spiel hat. Finden sich dergleichen Sätze auch noch in schäfchenwölkchenartigen Sprechblasen, kann man sicher sein, dass auch Stephan Katz mit von der Partie ist. Als "The duo who does what duos should do" haben Katz und Goldt eine Welt erschaffen, die der unsrigen verdammt ähnlich sieht (gefüllte Biergläser und erigierte Glieder aller Orten), aber doch um Vieles lustiger ist - wofür nicht zuletzt die singenden Biber verantwortlich sind.

Katz und Goldt: Das Malträtieren unvollkommener Automaten. Reinbek 2006 (rororo). 96 S., E 10,20 / K. N.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige