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Wolfgang Kralicek | Stadtleben | aus FALTER 10/06 vom 08.03.2006

FUSSBALL Der Ball ist rund, das Programm dauert neunzig Minuten: Die Fußballjunkies Claus Farnberger und Gerald Simon erzählen auf der Kabarettbühne von Lust und Leid des Fans.

Dass Fußball ein Beruf sein kann, weiß jeder. Dass auch Fußballfan als Beruf betrachtet werden muss, ist den wenigsten bewusst. Claus Farnberger und Gerald Simon können es beweisen. Nach ihren Berechnungen kommt der Fußballfan auf durchschnittlich 39 - leider unbezahlte - Wochenstunden. Die Arbeitswoche des Fans, der seinen Job halbwegs ernsthaft betreibt, beginnt am Montagabend mit dem Spitzenspiel der Zweiten Deutschen Bundesliga auf DSF, und sie endet am Sonntagvormittag mit der Nachbesprechung des vergangenen Spieltags beim Frühschoppen. Dazwischen liegen routinemäßige Trainingsvisiten, ausführliche Zeitungslektüre, lange Champions-League-Abende und zeitraubende Auswärtsfahrten.

"Beruf: Fußballfan" heißt das vergangenen Herbst erschienene Buch, in dem Farnberger und Simon einander ebenso elegant

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