Teuer & Wehmut

Stadtleben | Christopher Wurmdobler | aus FALTER 10/06 vom 08.03.2006

HANDEL Schade: Das traditionsreiche Schreibwarengeschäft Theyer & Hardtmuth sperrt zu.

Die schlechte Nachricht: Im Juni sperrt Theyer & Hardtmuth zu. Und das nach "über 260 Jahren am gleichen Platz", wie man beim 1733 gegründeten, traditionsreichen Schreibwarengeschäft in der Kärntner Straße 9 stets betont. Die gute Nachricht: Uns Kunden, die wir seit jeher den Einzelhandel im Familienbesitz fördern und unsere Kugelschreiber und den Minennachschub wirklich ausschließlich unter der feinen Adresse beziehen, uns trifft daran keinerlei Schuld. "20.000 bis 25.000 Euro Miete sind mit dieser Branche einfach nicht zu erwirtschaften", erklärt Peter Lerner, Geschäftsführer und Miteigentümer von Theyer & Hardtmuth. Bei einer Übergabe des Geschäfts an einen Nachfolger, so erlaubt es das Gesetz, ist nämlich mit einer satten Mieterhöhung zu rechnen - ein Problem, das viele Familienbetriebe in bester Lage haben, nicht nur in Wien und in allen Handelssparten. Die Folge: Stadtzentren werden


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