In einer anderen Welt

Steiermark Politik | Donja Noormofidi, Gerlinde Pölsler Und Thomas Wolkinger | aus FALTER 10/06 vom 08.03.2006

MUSLIME Die Islamische Gemeinschaft in Graz öffnet die Tore ihrer Gebetshäuser. Nur eine Minderheit verweigert jeden Dialog. Beobachtungen aus einer Welt zwischen Schweigen, Scharia, Paranoia und CIA.

Nach der Demonstration war alles eitel Wonne. Sämtliche Lokalzeitungen brachten Fotos vom "friedlichen Protestzug" von rund 500 Grazer Muslimen anlässlich des Karikaturenstreits am 10. Februar. Der interreligiöse Beirat der Stadt, der nach einer Schrecksekunde von einer Woche doch noch zusammengetreten war, verurteilte jede Form gewaltsamen Protests, und Politiker und Geistlichkeit im ganzen Land beschworen in trauter Eintracht die überragende Bedeutung des Schutzes religiöser Gefühle. Ein besonders eindringliches Signal hatte sich die Gratispostille Grazer Woche ausgedacht und einen Fototermin am Grazer Schloßberg organisiert, bei dem sich eine Gruppe männlicher Muslime mit einer großen Österreichfahne vor dem Uhrturm abbilden ließ. Die Botschaft: "Die Grazer Moslems stehen zu


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