Turm in den Wolken

Steiermark Kultur | Kerstin Barnick-Braun | aus FALTER 10/06 vom 08.03.2006

KUNST Zwei Ausstellungen in der Neuen Galerie beschäftigen sich ganz unterschiedlich mit flüchtigen Wahrnehmungsphänomenen.

Manchmal betrachtet man ein künstlerisches Objekt, eine Skulptur und möchte sie berühren, ihre materiellen Eigenschaften auch taktil erfassen. Einen solchen unmittelbaren körperlichen Bezug herzustellen, laden nun die Arbeiten von Roland Kollnitz im Studio der Neuen Galerie ein. Der Betrachter kann sich auf eine Skulptur setzen oder sich an einer drei Meter hohen Metallstange festhalten, die eine riesige, runde Glasplatte trägt - vielleicht um "Schutz zu suchen" oder "etwas im Raum zu verweilen", wie Kollnitz vorschlägt. In seiner Konzentration auf einfache Formen, auf die Eigenschaften der verwendeten Materialien und durch seine subtilen Rauminterventionen erweist sich der 1972 in Klagenfurt geborene Künstler als feinsinniger Purist und Ästhet - der allerdings in der Tradition des seit den Sechzigerjahren erweiterten Skulpturenbegriffs steht. Denn es geht


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