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Nicht verrecken

Donja Noormofidi | Steiermark Stadtleben | aus FALTER 10/06 vom 08.03.2006

Diäthandbücher gab es im Mittelalter genauso viele wie heute." In seinem Büro im zweiten Stock der Unibibliothek legt Hans Zotter den Nachdruck eines mittelalterlichen Buches vorsichtig in seine Samtschatulle zurück. Obwohl es kein Original ist, kostet das Buch mehrere Tausend Euro - Geld, das die Unibibliothek eigentlich nicht hat. Von der Universitätsleitung gibt es daher die Order an die Bibliothek, auch selbst Geld aufzustellen, was diese jetzt mit einem hauseigenen Shop versucht. Darin findet sich auch ein "Ratgeber für arme Scholaren", den die Unibibliothek unter Zotters Federführung kürzlich neu aufgelegt hat. Ursprünglich stammt er aus dem Jahr 1543. Und auch wenn Ratgeber, laut Zotter, bereits im Mittelalter beliebt waren, ist dieser etwas Besonderes, richtet er sich doch an arme Leute. Der spanische Arzt Andrés de Laguna macht sich darin Gedanken, wie Bettelstudenten im harten Mittelalter möglichst nicht an Hunger oder Kälte verrecken. Besonders pedantisch ist Laguna,

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