Fräulein Sartoris

Stefan Ender | Extra | aus FALTER 11/06 vom 15.03.2006

GENERATION WOHLSTAND Mit "Veras Tochter" knüpft Elke Schmitter gekonnt an ihren Erfolgsroman "Frau Sartoris" an.

Sie scheint ja wirklich eine Nette zu sein. Nicht nur, dass die Frau (Mitte vierzig aus Krefeld gebürtig, Ex-taz-Chefredakteurin, Exverlagslektorin, Exgelegenheitsmitspielerin beim Literarischen Quartett, jetzt beim Spiegel) klug und witzig ausschaut, nicht nur, dass sie klug und witzig zu schreiben versteht, nein, Elke Schmitter ist auch noch eine äußerst höfliche Autorin. So schreibt sie den Protagonistinnen ihrer Romane etwa einfühlsam-beschwichtigende Briefe, wenn diese sich in einer Figur eines ihrer früheren Romane wiederzuerkennen glauben, schließend mit: "Ich wünsche Ihnen alles Gute und bin mit freundlichen Grüßen Ihre Elke Schmitter."

Verwirrend? Kompliziert? Also: Elke Schmitter hat anno 2000 ihren Debütroman veröffentlicht. "Frau Sartoris" führt darin eine unglückliche Ehe in der Provinz, verliebt sich noch unglücklicher und überfährt am Ende aus Rache

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