Zartrosa bis Schwarz

Extra | Nicole Streitler | aus FALTER 11/06 vom 15.03.2006

FAMILIENSAGA Thomas Sautner entdeckt in seinem Debütroman "Fuchserde" die Welt und Lebensweisheit der Jenischen.

Wenn Robert Menasse von einem Buch behauptet, dass es "voller Weisheit, berührend, humorvoll und unglaublich spannend" sei, tut man sich schwer, etwas dagegen zu sagen. Thomas Sautner hat mit seinem Debütroman "Fuchserde" ein Buch über die Jenischen geschrieben, in dem er Historie und Faktizität mit Fiktion verquickt. Ein heute durchaus beliebtes Verfahren. Der Autor stellt dabei wie weiland Hermann Broch in den "Schlafwandlern" sachlich-informative Exkurse in die fiktive Erzählung, was dem Faktizitätsanspruch, den der Historiker Sautner zweifellos an sich stellt, gerecht wird, aber den Fluss der Erzählung stört, die wohl auch ohne solche Fußnoten ausgekommen wäre.

"Fuchserde" ist eine Familiensaga, in der Lois seinem Urenkel, dem kleinen Fuchs, die Geschichte seiner Familie und der befreundeten Zirkusfamilie Resulatti erzählt und ihn dabei, wie es bei den Jenischen


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