"Die Elfi packt das"

Extra | Daniela Strigl | aus FALTER 11/06 vom 15.03.2006

BIOGRAFIE Roland Koberg und Verena Mayer erklären deutschen Lesern Elfriede Jelinek, liefern in ihrem unprätentiösen "Porträt" aber auch Neues für Eingeweihte.

Die Biografie am lebenden Objekt, die wird normalerweise an Politikern oder Popstars praktiziert - die Betreffenden sind in diese Projekte eingebunden oder haben sie gar in Auftrag gegeben; so oder so erwartet der Leser mit Recht weder kritische Distanz noch die Ausleuchtung verborgener Schattenseiten. Bei Schriftstellern hingegen pflegt man geziemend den Tod abzuwarten, bevor man eine biografische Annäherung wagt. Außer es hat eine Autorin den Nobelpreis gewonnen, die trotz ihrer enormen Produktivität ihrerseits als unbeschriebenes Blatt gilt. Verena Mayer und Roland Koberg legen allerdings Wert darauf, dass sie ihre Pläne Elfriede Jelinek bereits im Sommer 2004, also vor der Zuerkennung des Nobelpreises, unterbreiteten und dass das, was sie geschrieben haben, keine Biografie, sondern ein "Porträt" ist.

Der erste Leseeindruck


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