Pandas ante portas

Nicole Scheyerer | Extra | aus FALTER 11/06 vom 15.03.2006

CHINA Ein Blick auf die Wirtschaftsseiten genügt: Kein Land der Welt ist im Moment so stark im Kommen wie China - was sich auch an der Fülle der Buchneuerscheinungen zeigt.

Man schreibt das Jahr 1728. In China herrscht das Geschlecht der Mandschu, ein Volksstamm aus dem Norden, der das Land vor rund achtzig Jahren erobert hat. Die Quingdynastie führte damals ihre eigenen Sitten ein. So verordnete sie etwa den männlichen Untertanen jenen Look mit ausrasierter Stirn und langem Zopf, der uns bis heute als typisch chinesisch erscheint.

Der amtierende Kaiser Yongzheng kämpft gegen tiefsitzende Ressentiments. Schließlich betrachteten die Chinesen die Mandschu bis zur Machtübernahme - so wie alle anderen Ausländer auch - als "Barbaren". Außerdem herrscht Unklarheit über die Rechtmäßigkeit von Yongzhengs Herrschaft. Man munkelt, er hätte einige seiner Brüder für den Thron um die Ecke gebracht. Genug Zündstoff also für kaiserfeindliche und umstürzlerische Bestrebungen.

In "Verräterische

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