Was wäre, wenn

Erich Klein | Extra | aus FALTER 11/06 vom 15.03.2006

ZEITGESCHICHTE Verena Moritz und Hannes Leidinger fragen sich, welche anderen Verläufe die Weltgeschichte hätte nehmen können.

Der Erste Weltkrieg ist die Urkatastrophe des 20 Jahrhunderts: vier Jahre Massensterben an allen Fronten, insgesamt fünfzehn Millionen Tote, davon sechs Millionen Zivilisten. Die beiden Wiener Historiker Verena Moritz und Hannes Leidinger erzählen in "Die Nacht des Kirpitschnikow" von fünf Ereignissen, die am Vorabend des ersten großen Kriegs die Weltgeschichte entscheidend veränderten. Ihr Ausgangspunkt ist dabei die neudeutsch-akademisch gern als "kontrafaktische Argumentation" bezeichnete Frage: Was wäre gewesen, wenn?

Da ist zum Beispiel der k.k. Diplomat Alexander Graf Hoyos, der eine Woche nach der Ermordung des Thronfolgers Franz Ferdinand am 4. Juli 1914 den Zug von Wien nach Berlin besteigt. Was wäre gewesen, wenn Hoyos vom deutschen Kaiser Wilhelm keinen Blankoscheck bekommen hätte, der die österreichischen Kriegsabsichten unterstützte?

Auf die

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