Senfgas und Mandoline


Matthias Dusini
Extra | aus FALTER 11/06 vom 15.03.2006

ITALIEN Für Silvio Berlusconi war der Diktator Benito Mussolini halb so schlimm. Vor dem Angriff auf Abessinien 1935 dachten das alle. Da hatte die faschistische Mordmaschine aber bereits zu arbeiten begonnen.

Am 12. April 1941 lief Bubi wie viele andere Einwohner der slowenischen Hauptstadt Ljubljana auf die Straße. Vom Dach des Burgturms hing bereits eine weiße Fahne, ein Zeichen für die Kapitulation des Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen. Doch statt der erwarteten zackigen deutschen Wehrmachtsverbände füllten am späten Abend Soldaten mit grünen, kürbisgroßen Helmen und schwarzen Federn drauf den Rathausplatz. "Die italienischen Soldaten waren inmitten der ernsten Stadt, voller Bücher und gebildeter Menschen, wie Clowns", erzählt Bubi, das autobiografische Double des slowenischen Schriftstellers Lojze KovacÇicÇ in dessen dreibändigem Roman "Die Zugereisten".

So wie dem 13-jährigen Bubi geht es den meisten Europäern bis heute. Die Armee des faschistischen Italien

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