Durchlässig reisen

Extra | Nikola Langreiter | aus FALTER 11/06 vom 15.03.2006

Tourismus Duccio Canestrini fragt angesichts von terroristischen Anschlägen, wie wir in Zukunft unterwegs sein werden.

Touristen sind Botschafter aus der Welt des Überflusses und werden vielerorts als "wandelnde Geldsäcke" betrachtet. Nicht zuletzt aus ökonomischen Gründen werden sie zu Zielscheiben. Einem Staat schaden Angriffe auf seine Ferienparadiese nachhaltig, und zugleich treffen sie die Herkunftsgesellschaften. Mit den Anschlägen auf türkische Feriendörfer und Geiselnahmen in Nordafrika, spätestens aber seit 9/11 ist die Sicherheit für den Tourismus ein Thema geworden.

Nicht nur die Touristen sind zu Tode erschrocken, alle wollen eine "Airbagkultur" und lassen im Namen der Sicherheit vieles zu: Videoüberwachung, Gepäckskontrollen (Nagelschere!), elektronische Pässe und Irisvermessung. Aber Security ist nicht gleich Safety; die Maßnahmen haben hauptsächlich Placeboeffekt. Terroristen verkleiden sich als Touristen, und Fingerkuppenhaut ist austauschbar; andererseits ist


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige