Du darfst!

Extra | Lena Yadlapalli | aus FALTER 11/06 vom 15.03.2006

KULTURSOZIOLOGIE Die westliche Gesellschaft hat sich des Dogmas der Sünde entledigt. Für Gerhard Schulze ist sie im Gegenteil zum Kontrastmittel zur Bestimmung des modernen Glücks geworden.

Zu viele sollten es zwecks Übersichtlichkeit nicht sein, zu wenige aber auch nicht. Am Ende bestimmte Papst Gregor I. im 6. Jahrhundert sieben an der Zahl: Die Völlerei, die Unkeuschheit, die Habsucht, die Trägheit, den Zorn, die Hoffart und den Neid - bekannt als die vom katholischen Christentum aufgeführten Hauptlaster des Menschen, die zu sündhaftem Leben vor Gott führen.

Auch wenn die Sünde als Leitbegriff in der modernen Gesellschaft ausgedient hat, so macht sie der deutsche Soziologe Gerhard Schulze dennoch zum Thema seines neuen Buches - gleichsam unter umgekehrten Voraussetzungen: Anhand der sieben "Todsünden" will der Professor für empirische Sozialforschung an der Universität Bamberg nämlich die Regeln des schönen Lebens der westlichen Gesellschaft skizzieren.

Die große Herausforderung


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