Hauptsache Mutti?

Vorwort | Sybille Pirklbauer | aus FALTER 11/06 vom 15.03.2006

KOMMENTAR Kein Grund zum Jubel am Frauentag: Hierzulande steigt die Frauenarbeitslosigkeit, und die Teilzeit boomt.

Frauen sind dieser Tage wieder einmal ein beliebtes Thema der Politik. Lässt man die Bundesregierung dabei zu Wort kommen, ist die Familie nicht mehr weit. Womit wir auch schon bei den Müttern wären - und damit bei jener Rolle, die für die ÖVP-BZÖ-Regierung die einzig denkbare für Frauen scheint. Deswegen hält Frauenministerin Maria Rauch-Kallat auch einen seit 1975 regelmäßig erstellten 10-Jahres-Frauenbericht nicht mehr für notwendig. So wurde der langfristige Blick auf frauenrelevante Entwicklungen einfach eingespart. Dafür bekommen die Männer endlich ihren eigenen Bericht.

Die Arbeiterkammer Wien ist für die Frauenministerin eingesprungen und hat die Analyse der Entwicklungen in einigen wichtigen Bereichen seit 1995 übernommen. Die Ergebnisse sprechen für sich. Im Gegensatz zum EU-weiten Trend steigt Frauenarbeitslosigkeit in Österreich, 133.000 Frauen waren


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