Ehrengeschenke

Politik | Matthias G. Bernold | aus FALTER 11/06 vom 15.03.2006

ASYL Wer glaubt, die meist mittellosen Flüchtlinge wären für Rechtsanwälte eine ungeliebte Klientel, der irrt. Eine Recherche über Anwaltshonorare im Fremdenrecht.

Ausgangspunkt dieser Geschichte ist der Fall von Anthony I. Der Asylwerber hatte 7500 Euro auf der hohen Kante. Einkünfte aus Gebrauchtwagenverkäufen, wie er sagt. Als er das Geld vom Sparbuch abheben wollte, nahm ihn die Polizei fest. Das Geld wurde in Verwahrung genommen, I. kam wegen eines rechtskräftigen Aufenthaltsverbots in die Schubhaft und beauftragte eine Rechtsanwältin. Nach sieben Haftvisiten, sechs Asylanträgen und Berufungen wird I. nach fünf Wochen aus der Schubhaft entlassen. Gültigen Aufenthaltstitel hat der Nigerianer immer noch keinen, dafür ist er fast drei Viertel des Geldes los: Seine Rechtsanwältin Astrid W. stellte ihm für knapp zwei Monate Vertretungstätigkeit 5271,37 Euro in Rechnung.

22.471 Asylanträge gab es im Jahr 2005 in Österreich, ein Jahr zuvor waren es noch 26.634. Auch heuer

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