Falter-Gesprächsoffensive

Gegen den Einheitsbrei

Politik | aus FALTER 11/06 vom 15.03.2006

Gleich zwei neue Gesprächsreihen laden nun in Kooperation mit dem Falter bedeutende Zeitgenossen nach Wien zu Vorträgen abseits des Diskussionsmainstreams ein. Beim "Wiener Stadtgespräch", veranstaltet von der Arbeiterkammer Wien, spricht Peter Huemer künftig viermal jährlich mit interessanten Menschen aus Politik, Wirtschaft oder Kultur über die Fragen der Zeit. Den Auftakt macht der Schweizer Soziologe Jean Ziegler, mit dem Huemer unter dem Titel "Das tägliche Massaker des Hungers - Wo ist Hoffnung?" über die Folgen der Globalisierung und die Möglichkeiten der Veränderung diskutiert (siehe Interview oben). Das KreiskyForum schickt Falter-Autor Robert Misik als Moderator in die Veranstaltungsreihe "Genial dagegen". Alle sechs Wochen empfängt Misik Experten, Politiker und Aktivisten aus vielen Bereichen, mit radikal unterschiedlichen Blickwinkeln. Die Grundüberlegungen der Reihe: Leben wir in einer Krisenzeit, also auch in einem Verwandlungszeitraum? Gibt es Konzepte, das brüchige Alte durch etwas Neues zu ersetzen - jenseits des neoliberalen Einheitsdenkens? Den ersten Termin bestreitet Guillaume Paoli, Mitbegründer der "Glücklichen Arbeitslosen", unter dem Titel "Glücklich arbeitslos? Ein De-Motivationstraining" (siehe Interview S. 12). Auch der zweite Gast steht schon fest: Am 12. Mai wird Katja Kipping, bereits mit 26 Jahren Mitglied des deutschen Bundestages und stellvertretende Parteivorsitzende der Linkspartei/PDS, am Podium zu einer schwierigen Frage Stellung beziehen: "Was heißt heute eigentlich ,links'?"


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