"Anders sehen lernen!"

Politik | Robert Misik | aus FALTER 11/06 vom 15.03.2006

SOZIALPOLITIK Guillaume Paoli, Gründer der "Glücklichen Arbeitslosen", über das Gequatsche von "Motivation" oder "Selbstverwirklichung" und die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, die in Wirklichkeit ein Kampf gegen die Arbeitslosen ist.

Guillaume Paoli, geboren 1959, Franzose korsischer Abstammung, lebt seit nunmehr zwanzig Jahren in Berlin. Dort begründete er mit anderen die Vereinigung "Die glücklichen Arbeitslosen" - und wurde damit schlagartig berühmt. Sogar die konservative Frankfurter Allgemeine Zeitung druckte Paolis philosophisch-aktivistische Pamphlete gegen den Arbeitsglauben, für die Wiedereroberung der Zeit und eine großzügige Entlohnung der Joblosen. Er ist unter anderem Herausgeber der Schriftensammlung "Mehr Zuckerbrot, weniger Peitsche" (Berlin 2002, Tiamat-Verlag).

Falter: Herr Paoli, sind Sie motiviert für dieses Gespräch?

Guillaume Paoli: Voll motiviert!

Motivation nimmt ja "eine zentrale Stelle im kapitalistischen Prozess ein", schreiben Sie. Was ist so wichtig


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