Gebührenmillionenshow

Medien | Wolfgang Luef | aus FALTER 11/06 vom 15.03.2006

ORF Die TV-Gebühren fließen nicht nur in den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Ministerien und Länder verwenden sie für allerlei Projekte fernab von Fernsehen und Radio. Auch freie und private Sender wollen jetzt mitnaschen.

Ein Tiroler Kriegsversehrter, der im Zweiten Weltkrieg verletzt wurde, ein denkmalgeschütztes Haus in der Wiener Rathausstraße, eine beliebige Musikschule in Kärnten und die Donauuniversität Krems haben nicht besonders viel gemeinsam. Außer, dass sie finanzielle Unterstützung bekommen. Und zwar von den ORF-Gebührenzahlern.

Wie das geht? Der ORF muss als öffentlich-rechtlicher Sender laut Gesetz gewisse öffentliche Aufträge erfüllen. Etwa Sendungen produzieren, die sich nicht aus Werbung finanzieren können. Deshalb bekommt er zusätzlich zu den 312 Millionen Euro, die er aus der Werbung einnimmt, 450 Millionen aus Gebühren. So weit, so Gesetz. Was man als ORF-Gebührenzahler jedes Monat entrichten muss, kommt aber bei weitem nicht nur dem ORF zugute. In


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