Kuschelecke Underground

Medien | Gerhard Stöger | aus FALTER 11/06 vom 15.03.2006

POPKULTUR Zuwachs auf dem heimischen Musikmedienmarkt: Die zweimonatlich erscheinende Gratiszeitung "TBA" setzt auf Indie-und Alternativpop. Gemacht wird sie von den einstigen Gründern des Popmagazins "The Gap".

Das letzte Wort im Editorial der ersten Ausgabe hat Frank Zappa. "Most rock journalism is people who can't write interviewing people who can't talk for people who can't read", darf der Gitarrenegozentriker da sagen - und sorgt damit nicht nur für einen kurzen Lacher, sondern stiftet auch einige Verwirrung. Schließlich stammt das Zitat aus den frühen Siebzigern, einer Zeit also, in der anspruchsvoller Musikjournalismus tatsächlich noch ein rares Gut war. Aber ist es, gut drei Jahrzehnte Popdiskurs später, nicht vielleicht doch ein bisschen zu viel der Augenzwinkerei, wenn man als neu gegründetes Musikmagazin anno 2006 damit hausieren geht?

"Das war inhaltlich tatsächlich nicht unumstritten", sagt Thomas Heher, der 31-jährige Herausgeber von TBA und Mitbegründer des dahinterstehenden


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