Jeder jazzt mit jedem

Kultur | Klaus Nüchtern | aus FALTER 11/06 vom 15.03.2006

MUSIK Mit Enthusiasmus und eigenem Geld organisiert die Jazzwerkstatt zum zweiten Mal ein mehrwöchiges Festival im Wuk. Um die Zukunft des heimischen Jazz muss man sich keine Sorgen machen.

Ob Charlie Parker wohl eine Pressekonferenz abgehalten und bei dieser stolz die Plastiksackerln jener Läden vorgezeigt hätte, in denen seine Platten verkauft werden? Man kann es sich eher nicht so gut vorstellen. Aber wenn der Drogenkonsum ab-, der Grad an professioneller Selbstorganisation dafür zunimmt, muss das dem Jazz noch lange nicht zum Nachteil gereichen. Und mit Gejammer über kulturpolitische Ignoranz und kapitalistische Kälte ist in den letzten Jahren, weiß Gott, genug Zeit verbracht worden, die man besser mit Üben oder Adresslistenabtippen verbracht hätte. Genau in diesem Geist, einer charmanten Mischung aus Pragmatismus und Begeisterung, Unsicherheit und Professionalität, Schüchternheit und Selbstachtung, ging unlängst im Café Prückel die Pressekonferenz über die Bühne, in


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